Worauf bei der Wahl des Designs geachtet werden sollte...

Wir haben einige wichtige Kriterien nachstehend für Sie kurz umrissen. Es gibt dazu aber mehr zu sagen, als auf dieser Seite Platz hätte. Daher stehen wir gerne auch persönlich für konkrete Tipps und Beratung zur Verfügung.
1. Das Format der Webseite
Man kann Webdesigns bezüglich Format in zwei Kategorien unterteilen: Fixe Größen – also eine Darstellung die bei jeder Bildschirmauflösung gleich groß (oder klein) erscheint - und flexible, bildschirmfüllende Vorlagen, die sich der Größe und Einstellung anpassen. Aus der Zeit, in der die Bildschirme noch nicht mehr als 600 x 800 Pixel Auflösung schafften, stammt ursprünglich die vorgegebene Größe eines Designs. Dort füllte eine Seite den Bildschirm immer ohne lästige vertikale Scrollbalken aus.
Heutzutage, wo die meisten Surfer bereits mit eine Bildschirmauflösung von 1024 x 768 oder mehr unterwegs sind, kommen Fixgrößen nicht mehr so gut beim Besucher an, da sie auf hochauflösenden Bildschirmen meist links oben kleben, schwer lesbar sind usw.
Der Vorteil solcher Designs besteht allerdings darin, dass die Inhalte wie bei einer Illustrierten „gesetzt“ werden können und bei jeder Einstellung korrekt positioniert erscheinen.
Die Mehrzahl moderner Webseiten wird auf 100% Bildschirmbreite ausgelegt. Das sieht nicht nur besser aus, sondern ermöglicht auch mehr Inhalt ohne vertikale Scrollbalken zu präsentieren. Solche Designs bieten eine Vielzahl von gestalterischen Möglichkeiten, die mit unterschiedlicher Bildschirmauflösung „mitwachsen“ oder „schrumpfen".
Um bei stark strukturierten Inhalten mit Spalten, Bild- Text Kombinationen in unterschiedlichen Formaten ein ansprechendes Layout zu gewährleisten, bedarf es einiger Erfahrung
Legen Sie daher als erstes das geeignete Seitenformat für Ihr Projekt fest!
2. Navigation und Struktur
Worauf bei der Wahl der Navigation in erster Linie geachtet werden sollte, ist das Prinzip "Form follows Function". Also das Design sollte neben der Ästhetik vor allem auf Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet sein. Eine gute Navigation ist für den Besucher rasch auffindbar und leicht verständlich.
Am gebräuchlichsten ist die Lefthand-Navigation (Menü links angeordnet) oder die Topnavigation (Menü oben angeordnet). Um Inhalte besucherfreundlich aufzubereiten und zu präsentieren wird bei den meisten Projekten eine mehrstufige Navigation angelegt.
Für die Auswahl der optimalen Gliederung ist zu beachten: überall dort wo viele Menüpunkte erforderlich sind oder Erweiterbarkeit vorgesehen ist, sollte Lefthand verwendet werden, bei wenigen Punkte oder Kategorien eine Topnavigation, da hier nur beschränkter Platz zu Verfügung steht.
Eine Grundsatzentscheidung ist die Ausführung der Navigation mit Textlinks oder Graphik.
Für die Graphik spricht, dass hier optische Effekte wie Mousover etc. eingesetzt werden können, dagegen spricht neben der Ladezeit vor allem die Tatsache, dass die Roboter der Suchmaschinen keine Graphiken lesen können und so wichtige Informationen nicht vorfinden. Wem also die Auffindbarkeit in Suchmaschinen wichtig ist, der sollte auf jede Art der Darstellung von Links oder Inhalten in graphischer Form besser verzichten.
Was ebenfalls für Textlinks in der Navigation spricht, ist die schnelle Möglichkeit von nachträglichen Änderungen der Bezeichnung, sowie bei CMS Systemen (CMS = Contentmanagement, bedeutet Webseiten selbst warten zu können) die Wartbarkeit und Erweiterbarkeit von Menüs.
3. Graphik und Ladezeit
Berücksichtigen Sie, dass es noch immer Besucher mit langsamer Modem-Verbindung gibt und vermeiden Sie den Einbau von nicht für Internet aufbereitetem (komprimiertem) Bildmaterial. Der Grenzwert für "schnelle Seiten" liegt bei 50k (Gesamtgröße der verwendeten Graphik).
Viele Webdesigner fühlen sich als "Künstler", die auf Kosten des Kunden ihre Liebe zur Kunst ausleben. Leider bleibt dabei die Benutzerfreundlichkeit oft auf der Strecke. Wir plädieren ebenfalls für ästhetisches Design und Graphik, die sich allerdings der Funktionalität und dem Informations- oder Geschäftszweck einer Seite unterordnen sollten.
Wovon wir absolut abraten und es auch nicht anbieten sind so genannt „Flash-Seiten“. Dies ist eine in den letzten Jahren beliebte Graphik- und Multimedia Technik, die zwar optisch recht nett, dafür aber sehr aufwendig und kostspielig ist und vor allem keinerlei Inhalt für die Roboter der Suchmaschinen bietet. Solche Seiten werden – falls überhaupt - in Suchmaschinen irgendwo weit hinten gelistet.
4. Layout und Farben
Das Internet verlockt zwar zu Farben und Formen, doch bedenken Sie, dass der Besucher Ihre Seiten wie eine Zeitung oder ein Magazin liest. Verwenden Sie daher für die einfache Vermittlung von Inhalten helle und homogene Hintergründe, sowie klare, gut lesbare Schrifttypen. Grosse Schrift und guter Kontrast zwischen Text und Hintergrund halten den Besucher eher auf Ihrer Seite als optische Effekte.
5. Designtrend: Barrierefreiheit und „Accessability“
Der Trend bei modernen Webseiten geht immer mehr zu so genannten „barrierefreien“ Webseiten. Was genau bedeutet das?
Gemeinhin wird mit Barrierefreiheit der Begriff „behindertengerecht“ verbunden. Das ist zwar völlig richtig, denn schließlich ist der Begriff in dieser Form auch gesetzlich verankert. Doch ergeben sich aus barrierefreier Umsetzung viele weitere Vorteile, die sich umfassend im Begriff der Zugänglichkeit (engl.: Accessibility) ausdrücken.
So sind barrierefreie Webseiten in erster Linie für die Nutzung von Blinden oder Sehbehinderten Menschen gedacht. Sie erreichen Inhalte durch Technologien wie Vorlese-Software oder Zusatzgeräte. Solche speziellen Ausgabegeräte sind auf einen klar strukturierten Inhalt und ein passendes Layout angewiesen.
Für die Gestaltung einer Webseite bedeutet das: Je wichtiger der Faktor Barrierefreiheit einmal werden könnte, desto eher sollte man auf graphische Lösungen bei Navigation und Inhalt verzichten. Diverses Effekte, scripte oder andere so genannte Plugins sind wegzulassen und durch Text, Textlinks und Standard-html (die ursprüngliche Internet-Programmiersprache) zu ersetzen.